Die dunklen Wasser von Exeter



Im Südwesten von England liegt mit Exeter die Hauptstadt der Grafschaft Devon. Einst war Exeter die Hauptstadt von Cornwall. In der Stadt lädt die Kathedrale St. Peter zu einem Besuch ein. An Sehenswürdigkeiten befindet sich  dort die Guildhall, bei der es sich um das älteste öffentliche Gebäude von England handelt. Des Weiteren gibt es in der Stadt ein attraktives Hafenviertel, dass teilweise auch in dieser Geschichte eine Rolle spielt.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Ein schottischer Ermittler im englischen Exil und die Wasserleiche eines Bauunternehmers – Unfall oder Mord? Zitat Ende

Für diesen Bereich von Exeter ist Detective Chief Inspector Craig McPherson zuständig. Eines Nachts befindet er sich im Dienst. Während dieser Zeit findet er eine Leiche. Es handelt sich dabei um einen bekannten und beliebten Bauunternehmer. Bei dem Fall müsse es sich um einen Unfall handeln. So erfolgt jedenfalls die Einstufung durch den zuständigen Coroner. Daher ist mit einem Einstellen der Ermittlungen zu rechnen. Für Craig sind da allerdings viel zu viele Ungereimtheiten. Das Schwierige an dem Fall ist, dass sich daraus Hinweise ergeben, von denen die höchsten Kreise der Politik berührt werden. Bald nimmt ihm der Oberstaatsanwalt den Fall weg. Jedoch lässt sich der dickköpfige Schotte nicht so leicht unterkriegen. Zusammen mit seinem Kollegen Tyler Leighton führt er die Ermittlungen fort. Dabei nimmer er nicht einmal Rücksicht auf sich selbst. Und schon kommt es zu Stich in ein Hornissennest.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Craig McPherson fand die Wohnlage für sich ideal. Auf der einen Seite wohnte ein Bestatter. Dagegen war auf der anderen Seite die Kirche der Zeugen Jehovas zu finden. Mit beiden verband er Gedanken, die seiner Meinung nach sinnvoll waren. Dabei handelt es sich um seine neue Adresse: Die Holloway Street 25 in Exeter. Mittlerweile ist er dort zu Hause, seit es zur Verbannung von ihm aus seiner schottischen Heimatstadt Edinburgh kam. Der Vorfall ist nun sieben Monate und sechs Tage her. Eine positive Einstellung gegenüber Exeter hatte er nicht. Nun lebte er in der Straße „Her Majesty Prison Holloway“. Benannt ist diese Straße nach einem Londoner Gefängnis. Irgendwie passte das zur Gesamtsituation, da er Exeter als Gefängnis empfand. Glücklich war er über den passenden Eintrag in seinem Dienstausweis. Dort war noch immer „Detective Chief Inspector“ zu lesen. Dieses Plastikkärtchen hatte so manche Vorteile, weil es Türen öffnete und Menschen gesprächig werden lies. Zudem erteilte ihm dieser Ausweis die Befehlsgewalt für eine Reihe von Detectives. Während er auf der Suche nach einem Mörder war, leisteten die ihm unterstellten Beamten ihm die Zuarbeit. Inzwischen war es nachts um zwei Uhr. Wie schon so oft, konnte er nicht wirklich schlafen. Immer wieder tauchten die Erinnerungen auf und er wurde unruhig. Mitunter dauerte es Stunden, bis sich wieder Ruhe bei ihm einstellte. Also stand er auf und zog sich an. Außerdem nahm er seinen Taschengürtel mit den wichtigsten Utensilien wie dem Dienstausweis und dem Handy mit. Schon nach den ersten Schritten merkte er, wie er langsam ruhiger wurde. Bewegungen sind für ihn als Therapie geeignet, damit die Auswirkungen des Traumas geringer werden.

Einige Zeit später war er am Laufen und dachte an das Wunder, dass ihm widerfahren war. Schließlich hatte man ihn auf Drängen seines Chefs nicht aus dem Dienst entlassen, was aufgrund seines Vergehens immerhin möglich gewesen wäre. Dabei musste er versichern, dass es nie mehr Alkohol und falsche Loyalitäten geben würde. Zur Folge hatte dies einen wöchentlichen Besuch beim Screening. Alle 14 Tage stand zudem ein Besuch in der Drogenberatung an. Einplanen durfte er dies noch für einen Zeitraum von 13 Monaten. Wäre er diesen Deal nicht eingegangen, hätte er auch keinen Schutz von Brodie erhalten können. Mittlerweile hatte er seit sieben Monaten keinen Alkohol angerührt. Dabei fiel ihm der Ausstieg leichter als er zunächst gedacht hatte.

Nun konzentrierte er sich wieder auf das Laufen. Auch auf der Haven Road war  das Hitzekoma der Stadt zu spüren. Eine Lampe brannte lediglich an der besetzten Lagerhalle. Die dort sitzenden Leute schauten misstrauisch. Allerdings waren die dort eingezogenen Aktivisten und Obdachlosen gewesen, die der Lagerhalle und der Umgebung etwas mehr Ordnung verliehen haben. Etwas später begab er sich langsam wieder auf den Rückweg, als das Handy zu vibrieren begann. Er entschloss sich, den Anruf entgegenzunehmen und traf auf Sergeant Morrison. Eigentlich fühlte er sich nicht im Dienst, doch sei er das immer wie Morrison ihn aufklärte. Dann erzählte er Craig, das sich unweit der Quays ein „Freischwimmer“ befinden würde, wie ein glaubwürdiger Anrufer mitteilte. Nach dem Ende des Telefonats ging er in Richtung der Weirfield Road, wo ihm im Wasser etwas auffiel, was dort nicht ins Bild passte. Als er letztendlich am Fundort angekommen war, erschrak er. Auch wenn den Job schon so lange machte, war er in diesen Momenten doch erschüttert. Einige Momente später griff er zum Handy und informierte Morrison. Nachdem klar war, was neben der Spurensicherung gebraucht wurde, wandte er sich wieder dem Geschehen zu. Er fotografierte den Fundort und die im Wasser schwimmende oder treibende Person.

Mehr Informationen über den Auto

Geboren wurde Paul Marten in Deutschland, wo er zudem aufgewachsen ist. Er trägt eine anglophile Veranlagung in sich. Es handelt sich dabei um die Liebe von Nicht-Engländern zu Dingen, die einen englischen Ursprung besitzen. Die Südkiste ist als wunderschöne Region bekannt. In Exeter und der Umgebung hat er viel Zeit verbracht. Einst war er als Journalist tätig. Mittlerweile ist es einige Jahre her und nun sitzt er als Schriftsteller am Schreibtisch.

Fazit

Es ist ein Roman, bei dem der Leser Lust auf mehr bekommt. Das liegt zum einen an der flüssigen und zugleich frischen Schreibweise. Dabei erfolgt die Vorstellung der Hauptperson Craig McPherson auf eine Weise, die ihn sympathisch erscheinen lässt. Er hat Schwächen, Ecken und Kanten, die ihm menschlich machen. Auf der anderen Seite steht Leighton, die relativ pingelig ist. Beide sind also völlig gegensätzlich, was dann wieder ihre Ermittlungsarbeit in dem Fall interessant macht. Diese führt sie durch verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens. Obwohl Craig und Tyler sehr gegensätzlich sind, schaffen sie es auf eine geschickte und ansprechende Weise innerhalb weniger Tage durch den Fall zu arbeiten. Das macht Lust auf mehr, vor allem wenn die angenehme Schreibweise beibehalten wird, weil sich der Autor auch an der aktuellen Zeit orientiert. (Marina Teuscher)

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