The perfect Guy – Rezension von Marina Teuscher

Bei Lobbyismus handelt es sich um einen Begriff aus dem Englischen. Darunter ist eine Form von Interessenvertretung zu verstehen, die sich mit der Gesellschaft und der Politik beschäftigt. Es geht darum, auf gewisse Bereiche Einfluss auszuüben. In diesem Aufgabenbereich ist Leah Vaughn sehr erfolgreich, der eine aufregende Zeit bevorsteht.

Über einen langen Zeitraum war Leah mit ihrem Freund Dave zusammen. Jetzt allerdings haben sich die beiden getrennt, was nicht unproblematisch verlaufen ist. In die Krise ist die Beziehung geraten, weil Leah mehr vom Leben erwartet und eine Familie gründen will. Dann allerdings lernt Leah etwas später Carter kennen, mit dem sie kurze Zeit später eine leidenschaftliche Beziehung beginnt. Sie ist sicher, dass sie mit Carter den perfekten Mann für das ganze Leben gefunden hat. Anfänglich ist gerade im sexuellen Bereich alles in Ordnung. Auch im weiteren Bereich der Familie scheint sich das Leben nunmehr völlig problemlos zu gestalten.

Des Öfteren denkt Leah über den nächsten Schritt mit der Gründung einer Familie nach, was ihr zunächst mit Carter möglich erscheint. Sogar die Familie ist mit der Wahl zunächst zufrieden. Schließlich kümmert sich Carter liebevoll um die gesamte Familie. Mit der Zeit verändert sich Carter allerdings und fängt an, gewaltätig zu werden. Daher wird sie mißtrauisch und merkt bald, dass sie mit ihrer Einschätzung richtig liegt. Eines Abends sind die beiden unterwegs und halten an einer Tankstelle. Während Carter auf dem Gelände der Tankstelle unterwegs ist, kommt ein Mann, der den Wagen fotografieren möchte. Leah verweist diesen an Carter.

Es dauert nur einen kurzen Moment und plötzlich liegt der Mann auf dem Boden, wobei ihn Carter im Anschluss verprügelt. Aus diesem Grund beendet sie die Beziehung mit Carter. Daraufhin reagiert Carter mit Wut, Eifersucht und Rachegedanken. Er beginnt Einfluss auf das Leben von Leah auszuüben und dieses auf den Kopf zu stellen.

Es gehört wohl mit zu den schlimmsten Gefühlen, wenn man feststellt, dass da jemand Einfluss auf das Leben ausübt. Manche bekommen ja noch nicht einmal mit, dass sie beobachtet werden, bis sie demjenigen plötzlich gegenüber stehen und ihn erkennen. Auf diese Weise wichtige Zeit gestohlen zu bekommen, ist mit Sicherheit nicht einfach zu verkraften. Leah weiß nun, wer ihr da gegenüber steht und muss erfahren, dass ihr Leben fast zu zerbrechen droht. Angesichts der Stalking-Problematik ist der Film schon ein wenig heikel. Immer wieder steht sie Carter gegenüber, wobei sich die Situationen als nicht einfach erweisen.

Vor allem wirkt sich das auf das Umfeld aus, für das der Umgang mit der Situation auch nicht einfach ist. Mag es manchmal auch ein wenig klischeehaft wirken, so wird jemand, der ähnliches erlebt hat, vielleicht nicht einfach damit umgehen können. Alle anderen – die diese Situation ausblenden – erleben einen Film, der einiges an Spannung zu bieten hat. Marina Teuscher – Datum folgt