Das Grüffelokind

Geschrieben und illustriert wurde das Kinderbuch „The Gruffelos child“ von Julia Donaldson sowie Axel Scheffler. Ihm fiel zufällig der Text von ihrem Lied „A Squash and A Squeeze“ in die Hände. Es dauerte nur wenige Momente, bis er von diesem Text total überzeugt war. Daraufhin illustrierte er diesen Text selbst. Zur Publikation des fertigen Buches kam es im Jahr 1993. Diesem Buch folgten viele weitere Kinderbücher wie „The Gruffalo“, das im Jahr 1999 erschien.

Fünf Jahre später erschien „The Gruffalos Child“, das ebenfalls schnell einen Kultstatus erreichte. Dieses Buch hat außerdem auch Preise erhalten, zu denen der britische Childrens Book of the Year Award gehört. Jetzt ist das Geschichte auf Blu-ray und DVD erschienen.

Zwei Eichhornkinder wollen im Winter spielen. Da findet eines eine große Spur im Schnee. Die Kinder nehmen an, dass es die Spur von einem Grüffelo ist und rufen ihre Mutter, von der sie schon bald über die Geschichte aufgeklärt werden. Es ist schon einige Jahre her, als das geschah. Eine kleine Maus hat mit einem klugen Trick den Grüffelo ins Bockshorn gejagt. Normalerweise hätte die Maus Angst vor dem Grüffelo haben müssen. Doch ist es umgekehrt und so hat der Grüffelo große Angst vor der Maus, die innerhalb des dunklen Waldes lebt. Dieses Fleckchen Erde betritt der Grüfflo nicht mehr. Selbst das Grüffelokind bekommt von dem Vater eine Anweisung, dass dieses den Wald nicht mehr betreten soll.

Eines Tages ist das Kind nämlich im Wald unterwegs und will einem Igel folgen. Jedoch kommt das Kind nur wenige Meter weit. Dann greift ihn sein Vater auf und bringt ihn wieder nach Hause. Das Kind ist natürlich neugierig und will vom Vater einiges wissen, was dieser ihm auch erklärt. Nach einigen Momenten erzählt der Vater dem Grüffelokind einiges. Im Wald befindet sich schließlich nichts gutes. Allerdings hat der Vater nicht mit der Neugier seines Kindes gerechnet, die doch wesentlich größer ist. Dann kommt die Nacht, in der sich das Grüffelokind auf den Weg macht, weil es die Maus in dem dunklen Wald finden will.

Während dieser Wanderung findet das Kind im Schnee eine längliche Spur. Fest glaubt das Grüffelokind daran, dass es die Maus bald finden wird. Allerdings ist die Spur von einer Schlange. Doch trotzdem wandert das Grüffelokind unbeirrt weiter. Als nächstes entdeckt das  Grüffelokind die Spur von Klauen. Jedoch gehören diese zu einer Eule. Und auch mit den nächsten Pfotenabdrücken kommt es nicht weiter, weil diese zu einem Fuchs gehören. So langsam wächst die Enttäuschung in dem Grüffelokind. Es ist sich nicht mehr sicher, ob es die Maus wirklich gibt. Fast schon will das Grüffelokind seine Suche ohne Hoffnung beenden, als sich ein Lichtstahl am Horizont zeigt.

Der Film ist von sympathischen Figuren gekennzeichnet, auch wenn man meinen müsste, dass der Grüffelo Angst machen könnte. Schließlich hat der große Grüffelo vor einer kleinen Maus Angst. Das ist nett in die wunderschön animierte Geschichte integriert. Zudem ist es reizvoll anzuschauen, wie das Grüffelokind auf Entdeckungsreise geht, so dass auch die kleinen Kinder erkennen, dass es sinnvoll ist, wenn sie nicht alles dürfen und aufpassen. Dies dürfen ruhig Kinder schon in frühen Jahren erfahren.

Allerdings wirkt die FSK-Freigabe ab 0 Jahren doch immer wieder irritierend. Schließlich wird ein Kind mit sechs oder zehn Monaten kaum einen Film im Fernsehen anschauen wollen, da es erst einmal damit beschäftigt ist, die Welt und viele Reflexe zu entdecken. Der Film jedoch wird seinen Kultstatus auch weiterhin behalten und auch Kleinkinder sowie auch Erwachsene begeistern, die mindestens Spaß haben, wenn sich ihre Kinder über den Film freuen. (Marina Teuscher – Januar 2018)