Zur Sache Lena – Rezension von Marina Teuscher

Im Jahr 2007 wurde die vierteilige Mini-Serie „Zur Sache Lena“ gedreht, die nun auf DVD erschienen ist. In der Hauptrolle ist hierbei Uschi Glas als tatkräftige und erfolgreiche Frau zu sehen. Doch auf einmal kann die Phase auch vorbei sein, wie sie als Lena Raitmeier erfahren muss.

Lena Raitmaier hat unglaublich Erfolg. Sie feiert ihren 57. Geburtstag und ahnt noch nicht, dass es Tag folgen wird, der ihr Leben verändern wird. Ihre Tochter befindet sich gerade in der Vorbereitung auf ihr Abitur und so verläuft alles gut. Doch dann kommt die Firmenpräsentation, ausgerechnet an dem Tag, als sie zum 80. Geburtstag ihres Vaters von Hamburg nach München fliegen möchte. Im Anschluss bittet sie ihre Chefin, dass sie den Flug verschieben möchte, da sie etwas mit Lena besprechen möchte. Und so erfährt diese, dass sie zu Alt für den Job ist und derzeit freigestellt ist. Während dessen trifft ihre Tochter beim Geburtstag des Großvaters ein, wo ihr Onkel und somit Lenas Bruder gerade eine Rede auf seinen Vater hält.
Nach der Schreckensnachricht kann Lena nicht zum Geburtstag fahren, war sie sich doch sicher, einen sicheren Job zu haben.
Doch es kommt noch schlimmer. Bei einem Spaziergang über das Gelände hat ihr Vater einen Unfall, bei dem er sich einen Bruch des Oberschenkelhalses zuzieht. Infolge dessen stirbt er im Krankenhaus. Bei der Testamentseröffnung stellt sich dann heraus, dass die Mutter ein Viertel der Brauerei und die beiden Kinder zu gleichen Anteilen die Brauerei erben. Nun beginnt eine Zeit, die für alle nicht so ganz einfach werden soll. Denn schließlich hatten auch der Bruder und seine Frau große Träume.

Enthalten sind in der kleinen DVD-Box zwei DVDs mit den vier Folgen der Serie. Das Bildformat wurde dabei auf 16:9 wide screen eingestellt. Erhältlich ist die Doppel-DVD, die das Tonformat Dolby Digital 2.0 anbietet, lediglich in deutscher Sprache.

An Bonusmaterial sind die Interviews mit den beiden Hauptdarstellern Uschi Glas und Michael Roll enthalten. Uschi Glas ist ja nunmehr schon seit dem Jahr 1965 in Film, Fernsehen und Kino aktiv. So konnte sie mit ihren zahlreichen Rollen auch schon viele Preise für sich gewinnen. Außerdem nahm sie allein zehnmal den Bravo Otto und zweimal das Bambi mit nach Hause. Dies war wohl auch deshalb der Fall, weil Uschi Glas bereits die unterschiedlichsten Charaktere verkörpert hat. Doch auch Michael Roll ist schon lange in Film und Fernsehen aktiv. Unter anderem hat er drei Jahre lang an der Seite des unvergessenen Günter Strack in der Serie „Der König“ mitgespielt.

Herausgekommen ist eine schöne Familienserie, die mit allem aufwartet, was das Leben an Schwierigkeiten mit sich bringen kann. So ist auch das Entsetzen von Lena spürbar, als sie plötzlich von einer auf die andere Minute ihren Job zunächst durch Beurlaubung und dann endgültig verliert. Schön zu sehen, dass Lena nach einem kurzen Tief ihre Kraft wieder gewinnt und der Familienbrauerei wieder zu neuem Leben verhilft. (Marina Teuscher – 2009)

Quelle: Zur Sache Lena – Mini-Serie auf DVD – Kino, Filme und Fakten von www.digitalvd.de