Osterie D’Italia 2001/02 – Rezension von Ursula Homann

Der dickleibige Band „Osterie d’Italia“ enthält über 1600 kulinarische Adressen, mit kenntnisreichen Beschreibungen unterschiedlicher Osterien, Trattorien und Restaurants, die eine bestimmte Esskultur pflegen. Alle italienischen Provinzen sind dabei geografisch angeordnet, von Nord nach Süd, wobei auch Tirol und Tessin berücksichtigt werden. Ferner informiert das Buch über Öffnungszeiten, Ruhetage, Ferien, Menüpreise, akzeptierte Kreditkarten sowie über die Anzahl verfügbarer Sitzplätze. Neben vielen Adressen findet man ein italienisch-deutsches Glossar und einen Index der Lokale. Bei diesem Buch handelt es sich allerdings keineswegs um einen simplen Ratgeber oder Führer, sondern um ein kulturelles Projekt, in dem sich alles um die Osteria dreht.

Diese war in früheren Zeiten auf dem Land ein Versammlungsort des sozialen Lebens, in der Stadt eine Art Mensa für Berufstätige. Heute geht man in die Osteria oder Trattoria, um Freunde zu treffen, um abends auszugehen, um sonntags mit der Familie zu essen, um in den Ferien die typische Küche eines Ortes kennen zu lernen, um ein leichtes und unverfälschtes Mittagessen einzunehmen – mit einem guten Glas Wein, versteht sich.

Herausgegeben wurde der Band von der Slow-Food-Bewegung. Diese entstand als Alternative zur Fast-Food-Kultur und gibt regelmässig entsprechende Führer heraus. Auch dieser Band erschien schon früher und wurde für die Neuausgabe überarbeitet, aktualisiert und neu übersetzt. (Ursula Homann)

Titel: Osterie D’Italia 2001/02
Autor: Slow Food
Verlag: Hallwag Verlag
Seiten: 863
ISBN: 3774253005