Katzenhaus – Rezension von Alfred Ohswald

Das Buch beinhaltet drei in der Frühzeit von Nivens Ringweltuniversum spielende Geschichten von jeweils einem der Autoren. Alle befassen sich mit der Auseinandersetzung der Menschheit mit den Kzin, einer katzenartigen, sehr kriegerischen Alienart.

Die Krieger
27 Seiten

Bei einem der ersten Vorstöße der Menschen über ihr Sonnensystem hinaus wird ihr unbewaffnetes Raumschiff von den ihnen bisher unbekannten Kzin angegriffen.

Die kurz gehaltene und nicht besonders originelle Pilotgeschichte über den Beginn des Konfliktes.

Eisen
209 Seiten

Eine Gruppe Forscher reist zu einem wissenschaftlich interessanten Sonnensystem. Dort stoßen sie überraschend auf Kzin und bemerken, dass diese den ihnen bisher nicht bekannten Hyperraumantrieb besitzen. Da ihr Raumschiff unbewaffnet ist und sie auch nicht mehr entkommen können, beschließen sie zu verhandeln. Vorher versteckt sich aber ein Teil ihrer Mannschaft mit ihren zwei Beibooten in diesem Sonnensystem. Bei den Verhandlungsversuch wird die Mannschaft ihres Mutterschiffes gefangen genommen und es stellt sich heraus, dass sie einen Kzin-Spion in ihren Reihen hatten. Damit beginnt die ungleiche Auseinandersetzung zwischen den gut gerüsteten Kzin und den hoffnungslos im System festsitzenden Menschen.

Eine ansprechende Story mit einer einfallsreichen Handlung und komplexen Hintergrund. Die Geschichte strotzt geradezu von originellen Einfällen bei Weltraumphänomenen und bietet dazu eine Menge Action.

Katzenhaus
158 Seiten

Als ein ihr Raumschiff von den Kzin angegriffen wird, überlebt der Ethnologe Locklear als Einziger und wird gefangen genommen. Doch das Kzin-Schiff verirrt sich und stößt auf einen seltsamen Planeten, der abgetrennte Lebensbereiche verschiedener Planeten enthält und anscheinend als eine Art Zoo gedient hat. Durch geschickte Manipulation gelingt es Locklear, dass er dort abgesetzt wird um später wieder abgeholt zu werden. Doch die Kzin setzen ihn in der Enklave ihres eigenen Heimatplaneten ab und nicht in der Erde. Nach einigen Erforschungen entdeckt Locklear in Stasis gehaltene Lebewesen des Kzin-Planeten, darunter auch Kzin selbst. Nach einiger Überlegung beschließt er eine weibliche Kzin ins Leben zurückzuholen, weil diese kleiner als die Männer sind. Damit beginnt ihm jedoch alles etwas aus der Kontrolle zu gleiten.

„Katzenhaus“ ist eindeutig die Beste der drei Storys. Einfallsreich, witzig und voller guter Ideen schildert sie das aufeinanderstoßen zweier sich völlig fremder Kulturen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at