Imagica – Rezension von Alfred Ohswald

Charlie Eastbrook hetzt seiner Frau Judith einen Killer auf den Hals, weil sie sich von ihm getrennt hat. Doch bald darauf bereut er diesen Schritt und bittet den ehemaligen Liebhaber Judiths, John Furie Zacharias Judith zu warnen. Der Lebemann und verhinderte Maler Zacharias kommt gerade zurecht, um einen Anschlag zu verhindern. Als er den Killer verfolgt, kommt es zu einer seltsamen kurzen Begegnung zwischen Verfolger und Flüchtenden. Judith will aber von Zacharias nichts wissen und er kehrt zurück. Wieder trifft er auf den seltsamen Killer namens Pie’oh’pah und wird von ihm auf eine Reise in das wundersame Imagica mitgenommen. Auch Judith hat inzwischen von dieser ungewöhnlichen Welt erfahren und reist nach vielen Verwicklungen mit dem zwielichtigen Dowd ebenfalls dort hin. Und damit beginnt für Beide eine Zeit der Wunder …

Ein umfangreiches Fantasy-Epos mit zahlreichen Protagonisten. Barker vermischt gekonnt typische Mysteryelemente mit Fantasy und macht eine packende und trotz des Umfanges des Buches niemals langweilige Geschichte daraus. Wobei vor allem seine Beschreibung der Figuren und der komplexe Hintergrund ausgezeichnet beschrieben werden. Obwohl er auch eine Reise, das klassische Element der Fantasy für die Beschreibung einer fremden Welt und ihrer Bewohner benutzt, ist es keine der üblichen Tolkien-Nachahmungen mit ihren üblichen, mittelalterlichen Welten. Eine Menge guter Ideen werden mit gekonntem Schreibstil zu einer umfangreichen aber schlüssigen Geschichte verwoben. Nur manchmal hat sich der Autor etwas zuviel mit der modernen Esoterik beschäftigt, und man merkt es manchmal etwas zu deutlich. Die beste Geschichte, die ich bisher von Barker gelesen hab und reichlich ausgezeichneter Lesestoff für vergleichsweise wenig Geld.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at