Endymion – Die Auferstehung – Rezension von Alfred Ohswald

Seit vier Jahren halten sich Raul Endymion und Aenea im Exil auf der in die Magellanschen Wolke entführten Erde auf. Als Aeneas Lehrmeister, die Cybridpersönlichkeit die nach dem Architekten Frank Lloyd Wright rekonstruiert war, starb, war es Zeit für sie aufzubrechen.

Raul wird von Aenea allein auf die Reise geschickt, um ihr altes Raumschiff zu holen und sich damit mit ihr an einem vereinbarten Treffpunkt einzufinden. Doch im vom Menschen besiedelten Weltraum herrscht noch immer der Vatikan mit Hilfe des Unsterblichkeit bietenden „Kruziform“ genannten Parasiten. Der Papst und das ihn unterstützende Core, von Menschen geschaffene künstliche Intelligenzen, die sich verselbstständigt haben und jetzt ihrerseits versuchen die Menschheit zu beherrschen, versuchen aber noch immer Aenea und Raul mit allen Mitteln in ihre Gewalt zu bringen.

Vom Core ausgesandte Superkampfmaschinen, die wie Menschen aussehen, wollen Beide töten. Bald nach Beginn seiner Reise kann Raul ihnen nur knapp entkommen. Nur das plötzlich auftauchende, legendäre Shrike rettet ihn vor dem sichern Tod.

Nach weiteren Mühen, bei denen er wieder nur knapp überlebt, findet er das Raumschiff und macht sich auf den Weg zu Aenea. Nicht lange nach seiner Ankunft tauchen Raumschiffe ihrer Feinde auf und zwingen sie erneut zu Flucht.

Endlich ist nach „Hyperion“, „Hyperions Fall“ und „Endymion – Pforten der Zeit“ der vierte und vermutlich letzte Band dieses wohl komplexesten und großartigsten Science Fiction Epos der letzten Jahre erschienen.

Simmons schafft es die Erlebnisse der Hauptprotagonisten gekonnt in einem detailreichen Universum agieren zu lassen und der Geschichte damit eine besondere Dynamik und Dramatik zu geben.

Obwohl die beiden Endymion-Bücher nicht mehr ganz die Außergewöhnlichkeit der ersten beiden Teile haben, gehören sie noch immer zur besten Science Fiction aus dem Unterhaltungsbereich, die bisher geschrieben worden ist.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at