Ruhig Blut! – Rezension von Alfred Ohswald

In Lancre wird die Namensgebung der neugeborenen Tochter von König Verence und Königin Magrat gefeiert. Unglücklicherweise hat der König auch eine Vampirfamilie dazu eingeladen und diese schicken sich an, die Macht über das kleine Königreich zu übernehmen. Doch in Lancre wohnen auch die drei Hexen Agnes, Nanny Ogg und Oma Wetterwachs.

Als Agnes und Nanny Ogg die Gefahr erkennen, wollen sie Oma Wetterwachs zu Hilfe holen. Doch diese hat sich gerade diesen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht um unangekündigt zu verschwinden. Die Beiden machen sich zusammen mit der jungen Königin und ihrem Kind auf die Suche nach ihr.

Zur gleichen Zeit tauchen immer mehr seltsame Wesen in Lancre auf. Und auch Himmelwärts, ein junger Priester, der die Namengebung vornahm, wird in die Ereignisse verwickelt. Wo doch Hexen ein gesundes Misstrauen gegen Religion mit jeder Menge Scheiterhaufen in ihrer Vergangenheit haben. Und das bekommt er auch deutlich zu spüren.

Wieder ein Scheibenweltroman mit der drei Hexen in der Hauptrolle. „Ruhig Blut!“ ist Pratchett etwas besser als der Vorgänger „Heiße Hüpfer“ gelangen, kommt aber nicht an dessen Vorgänger „Fliegende Fetzen“ heran. Auch unter den Geschichten rund um die Hexen ist sie nicht unbedingt die Beste.

Aber eine wirkliche Enttäuschung erlebt man bei Pratchett kaum, wenn man nicht generell nichts mit seinem Humor anfangen kann. Ein durchschnittlicher Scheibenweltroman, und das sollte eigentlich schon ein Qualitätsmerkmal für sich sein.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Ruhig Blut!
Autor: Terry Pratchett
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 374
ISBN: 3442416523