Alan Greenspan : Die Macht der Worte – Rezension von SK

Geld regiert die Welt – das beweist auch die außergewöhnliche Karriere von Alan Greenspan, die von den Autoren Sicilia und Cruikshank beschrieben wird. Greenspan, langjähriger Chef der US-amerikanischen Notenbank zählt zu den einflussreichsten Kennern des internationalen und amerikanischen Marktes. Geradezu unheimlich ist manchen Zeitgenossen seine Treffsicherheit, wenn es um Prognosen für Marktentwicklungen geht. Beunruhigt dürfte auch die EU sein, da Greenspan dem Euro eine kurze und schmähliche Zukunft vorausgesagt hat.

Die Autoren haben aus ihrem Buch glücklicherweise keine Biographie gemacht, sondern sich zielsicher auf die Eigenschaften konzentriert, die Greenspan sowohl für die Finanzwelt als auch das politische Parkett interessant machen. „Der Pate der Wall Street“ gehört zu den gleichermaßen geschätzten und gefürchteten TopTen der Wirtschaftspolitik.

Ob Sozialreform, Bildungsreform oder Umstrukturierung Russlands: Greenspans Analysen gelten als unbestechlich und richtungsweisend. Was er sagt, kann Entwicklungen beeinflussen und Märkte bewegen. Das erklärt auch den Untertitel des Buches, „Die Macht der Worte“.

Wer Interesse an zukünftigen Entwicklungen des Wirtschaftsmarktes, der Börsen und des Bankensystems hat, kann hier eine Menge lernen, wobei die Zitate und Texte Greenspans durch die Autoren nach Unterthemen zusammengefasst und um Erläuterungen ergänzt wurden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Greenspan zumindest in bezug auf den Euro geirrt hat. (SK)

Titel: Alan Greenspan : Die Macht der Worte
Autor: David B. Sicilia, Jeffrey L. Cruikshank
Verlag: Börsenverlag
Seiten: 352
ISBN: 3898430138