Die Marsprinzessin – Rezension von Alfred Ohswald

Wenige Menschen wissen, dass einige wenige Menschen seit dem Absturz eines UFOs 1948 Kontakt mit den Bewohnern des Mars haben. Howard Hughes, der superreiche Exzentriker gehört zu diesen kleinen Kreis. Als der neu gewählte Präsident Kennedy einen Flug zum Mond plant, steht ihre Entdeckung und wahrscheinliche Vernichtung unmittelbar bevor. Die Marsbewohner haben einen derartig hohen moralischen Standard, dass sie Übergriffen der eroberungswütigen Menschheit trotz ihrer technischen Überlegenheit nichts entgegensetzen könnten. Kennedy muss von seinem Vorhaben abgebracht werden und bei einem Treffen mit ihm kommen sie auf eine interessante Lösung.

Diese Erzählung kann man wohl als überzeichnete Mischung aus Science Fiction und Verschwörungstheorie bezeichnen. Dabei wimmelt sie vor originellen und witzigen Einfällen und gibt gleich für mehrere beliebte Themen bei Verschwörungsfans eine nicht ganz ernst zu nehmende Erklärung ab. Sie ist vom Erzählstil, der Handlung über die Protagonisten bis zu ihrem humorigen Aspekt rundum gelungen und eine der bemerkenswertesten Kurzgeschichten der letzten Jahre aus dem Genre.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Marsprinzessin
Autor: Ben Bova
Verlag: Heyne
Seiten: 445
ISBN: 3453156633