Was der Großvater noch zu erzählen wußte – Rezension von Ursula Homann

Auch in der zweiten Folge präsentiert Großvater ein Bündel zauberhafter Geschichten aus der guten alten Zeit. Er beginnt mit einem Märchen aus Frankreich, in dem ein armer Bauernsohn zum edlen Ritter aufsteigt – nicht unverdient. Schon von klein auf an hält sich François, der in einem Dorf aufgewachsen ist, gern an einer Quelle am Rande des Gebirges auf. Eines Tages, er ist inzwischen zu einem Jüngling herangewachsen, taucht ein Wichtelmännchen auf. François darf sich etwas wünschen, weil er stets brav und zufrieden war. Er wünscht sich eine feste Burg mit allem, was dazu gehört. Später gelingt es ihm, die todkranke Prinzessin von ihrer Krankheit zu befreien, aber die Prinzessin will den ihr noch unbekannten François nicht sofort heiraten, wie es der König vorgesehen hat, sondern stellt ihn noch vorher auf die Probe. Natürlich nimmt das Märchen wie die meisten ein gutes Ende. Die zweite Geschichte handelt von einem Gebirgsbächlein und seinem Lauf als immer mächtiger werdender Strom durch die Lande bis es schließlich im Meer mündet. Das alles ist nett und poetisch erzählt, mit Meeresrauschen, Vogelgezwitscher und Musik im Hintergrund. In „Backtag“ geht es etwas handfester, aber nicht weniger lustig zu. Zwischendurch taucht die kleine Anna auf und gibt ihren Hörern Rätsel auf.

Aus einfachsten Dingen zaubert Großvater die schönsten Geschichten hervor, sicherlich zum großen Vergnügen von Jung und Alt. Empfohlen ab 4 Jahren. (Ursula Homann)

Titel: Was der Großvater noch zu erzählen wußte
Autor: Josef-Stefan Kindler
Verlag: K&K Verlagsanstalt