Was nicht bei darwin steht: Der Instinkt – Rezension von Silvia Dunker

Klappentext:
1885 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals, dass der große Naturforscher Charles Darwin einen Teil seiner Texte in seinen weltbekannten Werken über die Entstehung der Arten und die Abstammung des Menschen nicht veröffentlicht hatte. Diese „unterdrückten“ Texte durften jedoch mit Darwins Erlaubnis in den Werken seines Kollegen G. John Romanes abgedruckt werden. So wurden Original-Texte von Darwin nicht unter dessen, sondern unter fremden Namen publiziert -und gerieten in Vergessenheit; darunter auch Charles Darwins Essay über den Instinkt.

Rezension:
Darwin geht in seinem Essay der Frage nach, ob es nach seiner Theorie möglich ist, dass der tierische Instinkt nicht etwa angeboren sei, sondern durch schrittweise Umbildung die Erwerbung eines höhern Instinktes möglich macht. Nach seiner Theorie sei das Aussterben vieler Spezies darauf zurückzuführen, dass diese Arten Ihren Instinkt nicht umbilden oder vervollkommnen, um den Lebenskampf mit den übrigen Arten Ihres Gebietes fortsetzen zu können.

Anhand von Beispielen wie den Wander- und Nestbauinstinkt bei Vögeln oder die erbliche Zahmheit der Haustiere deutet er auf den Unterschied zwischen zufällig auftretenden Gewohnheiten, welche aber nicht als richtige Instinkte betrachtet werden können, wohl aber den Anlass zur Entwicklung geben könnten, hin.

Dieses Essay erschien bereits vor 135 Jahren und liegt nun als kostengünstiger Reprint vor. Mit wenigen Ausnahmen, die kenntlich gemacht sind, wurden Satzfehler und falsche Interpunktion übernommen, um das Werk nicht zu verfälschen. (Silvia Dunker)

Titel: Was nicht bei darwin steht: Der Instinkt
Autor: Charles darwin
Verlag: M.-G.-Schmitz
Seiten: 87
ISBN: 3922272568